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Lyrik-Tipps 2012:
Verloren Adi Hübel
“Irgendwo - Nirgendwo”, “Herzgestöber”, “Schwere-los”, “Fitzelgedichte”, “Guck” und “Heniger Hemmel” sind die sechs Kapitel überschrieben, in die Adi Hübel ihren mit Bildern der Laupheimer Künstlerin Ursula Sihler angereicherten Gedichtband unterteilt hat. Es ist der dritte Lyrikband der Autorin und es finden sich darin Gedichte über die Jahreszeiten ebenso wie über die Liebe - in hochdeutscher Sprache und auf Schwäbisch, längere Gedichte, kürzere und solche, die nur ein paar Fitzelchen aus anderen Gedichten wiedergeben. Wiesenburg, 129 Seiten, 11,90 Euro. Erschienen im Oktober 2011. Zur Rezension
Lyrik-Tipps 2011:
Die Zeit vielleicht - Gedichte 2009-2010 Dietmar H. Herzog
Dietmar H. Herzog, Bildender Künstler, bezieht seit längerem die Weltliteratur in sein bildnerisches Schaffen mit ein. Dies führte dazu, dass er vor ein paar Jahren selbst zu schreiben anfing. In seinem Lyrikband spricht er Naturphänomene an, wobei sein Anliegen weit über die reine Naturbetrachtung hinausgeht. Der Tag, die Nacht, Landschaften oder die Zeit als Lebensabschnitt beschreiben Räume, in denen Veränderungen stattgefunden haben, die als Reflexion des Erlebten wahrgenommen werden. Dabei steht die Bewegung in mehreren Gedichten im Mittelpunkt und wird als eigenständige Kraft angesprochen. Auch der Sprache an sich kommt eine besondere Bedeutung zu, ist sie für Herzog doch ein lebendiger Organismus, der sich dauernd im Wandel befindet. Gerhard Hess, 81 Seiten, 14,80 Euro. Erschienen im Mai 2011. Zur Rezension
Sommer vor den Mauern Nora Bossong
Die 1982 geborene Schriftstellerin Nora Bossong, die auch schon als Romanautorin hervortrat, veröffentlicht mit diesem Buch ihren zweiten Lyrikband. Ihre Gedichte sind allesamt schräge Idyllen und märchenhafte Ausflüge in die Welt und die Geschichte. Sie behandeln die norddeutsche Kindheit der in Bremen geborenen Autorin, vorgetäuschte Paradiese, aber auch heilige Geschichten, die nicht immer heilig enden. Ihre Lyrik zeigt: Man muss nur die Augen aufmachen und Worte finden, um die Welt neu zu entdecken. Hanser, 96 Seiten, 14,90 Euro. Erschienen im März 2011.
Liebesgedichte Nicolas Born
"Es ist Sonntag/die Mädchen kräuseln sich und Wolken/ziehen durch die Wohnungen –", so beginnt eines der Gedichte in diesem Band mit Liebesgedichten von Nicolas Born (1937-1979), der mit seiner lyrischen Empfindsamkeit Anfang der siebziger Jahre Aufmerksamkeit erregte. Die Liebe zeigt sich für Born nicht nur im Privaten, sie ist Idee der Gemeinschaft, Vision einer solidarischen Gesellschaft und sie zeigt sich im Verhältnis von Mensch, Tier und Natur. Der Lyriker Tom Schulz wählte die Gedichte für diesen Band aus, das Nachwort schrieb Borns Tochter Katharina Born. Suhrkamp/Insel, 100 Seiten, broschiert, 6 Euro. Erschienen im Januar 2011.
Gedichte aus dem Ulmer Winkel Manfred Enderle (Hg.)
Zehn Autoren aus dem Raum Ulm/Neu-Ulm veröffentlichen in dem von Manfred Enderle herausgegebenen Band Gedichte aus dem Ulmer Winkel ihre Gedichte. Darunter sind schwäbische Gedichte von Elisabeth Flott, humorvolle von Leo Leuze, hintergründige von Jörg Neugebauer und auch Gedichte von Adi Hübel und Herausgeber Manfred Enderle fehlen natürlich nicht. Außerdem sind vertreten: Günter Hess, Marco Kerler, Reinhard Kuttler, Nina Neumann und Ulrich Waldmann. Als Dreingabe gibt es noch ein Grußwort von Peter Handke. Gerhard Hess, 159 Seiten, broschiert, 14,80 Euro. Erschienen im September 2010.
Findelgesichter Christine Langer
Findelgesichter heißt Christine Langers Lyrikband, der überwiegend Naturgedichte enthält, mit Titeln wie Das Weidenkätzchen, Das Unterholz, Zwischenstation oder Über die Lust zu sehen. Anders als viele Lyriker der Gegenwart, scheut sich Christine Langer nicht, den Ablauf der Tages- und Jahreszeiten zu beschreiben und so gelten ihre poetischen Beobachtungen Kranichen und Fichtenbäumen ebenso, wie Knospen, Sonne, Mond und Himmel. Klöpfer & Meyer, 116 Seiten, broschiert, 16 Euro. Erschienen im August 2010.
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