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Das Literaturportal für die Region Ulm/Neu-Ulm

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an David Grossmann

Der 56jährige israelische Schriftsteller David Grossmann wird für sein Engagement für die Aussöhnung zwischen Israelis und Palästinensern mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2010 geehrt. “In seinen Romanen, Essays und Erzählungen versucht er, nicht nur die eigene, sondern immer auch die Haltung der jeweils Andersdenkenden zu verstehen und zu beschreiben”, erklärte die Jury und weiter: “Er gibt dem schwierigen Zusammenleben eine literarische Stimme, die in der Welt gehört wird.” Grossmanns Bücher zeigten, dass die Spirale von Gewalt, Hass und Vertreibung im Nahen Osten nur durch Zuhören, Zurückhaltung und die Kraft des Wortes beendet werden könne. Grossmans erster Roman Das Lächeln des Lammes erschien 1983, weltweit bekannt wurde er mit seinem 1986 erschienenen Roman Stichwort: Liebe, sowie mit zahlreichen Reportagen über das Verhältnis von Israel und Palästina. Grossmann verlor 2006 selbst einen Sohn, der als Soldat im Südlibanon kämpfte. Den Tod seines Sohnes verarbeitete er in dem Roman Eine Frau flieht vor einer Nachricht

David Grossmann folgt auf Claudio Magris, der den Preis im vergangenen Jahr entgegennehmen durfte. In diesem Jahr wird der Friedenspreis zum 61. Mal vergeben, er ist mit 25 000 Euro dotiert und wird, wie jedes Jahr, am letzten Tag der Frankfurter Buchmesse in der Paulskirche verliehen. Vorschläge, aus denen eine Jury den Preisträger auswählt, kann jeder Bürger beim Börsenverein einreichen. Der diesjährigen Jury gehörten unter anderem Theaterintendant Ulrich Khuon, Schriftsteller Uwe Timm und die ehemalige Kulturstaatsministerin Christina Weiss an.

10. Juni 2010

 

Preisträger Georg Klein

Wenige Tage vor Beginn der Leipziger Buchmesse hatten zahlreiche renommierte Autoren, unter ihnen Günther Grass und Sibylle Lewitscharoff, die Buchpreis-Nominierung Helene Hegemanns kritisiert. Hegemann hatte Teile ihres Buches Axolotl Roadkill aus Internet-Blogs abgeschrieben und ihre Quellen zunächst nicht genannt. Zur Lesung der nominierten Autoren auf der Buchmesse erschien Hegemann deshalb gar nicht erst und den Preis in der Kategorie Belletristik gab’s auch nicht. Diesen bekam Georg Klein für seinen Roman unserer Kindheit. Ulrich Blumenbach durfte den Preis für die beste Übersetzungsleistung entgegennehmen, er hatte jahrelang an der Übersetzung des Romans Unendlicher Spaß gearbeitet. Ebenfalls preisgekrönt wurde Ulrich Raulff für sein Sachbuch Kreis ohne Meister über den George-Kreis. Der Preis der Leipziger Buchmesse ist mit insgesamt 45 000 Euro dotiert und wird seit 2005 vergeben.

18. März 2010

 

Preis der Leipziger Buchmesse

Vom 18. bis zum 21. März findet in Leipzig die Buchmesse statt und auch dieses Jahr wird wieder der Preis der Leipziger Buchmesse vergeben. In der Kategorie Belletristik sind neben Hegemann Jan Faktor, Georg Klein, Lutz Seiler und Anne Weber nominiert. Daneben gibt es noch die Bereiche Sachbuch und Übersetzung. Michael Hampe, Steffen Martus, Ulrich Raulff, Frank Schirrmacher und Wolfgang Ullrich haben Chancen den Preis in der Sachbuch-Kategorie einzuheimsen. In der Kategorie Übersetzung sind neben David-Foster-Wallace-Übersezter Ulrich Blumenbach auch Christian Hansen, Grete Osterwald, Rosemarie Tietze und Hubert Witt nominiert. Der Preis ehrt herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen und ist mit insgesamt 45000 Euro dotiert.

11. Februar 2010

 

Zum Tod von J. D. Salinger

Als Jerome David Salinger wurde er am 1. Januar 1919 geboren, am 27. Januar ist der Autor von The Catcher in the Rye, so der Originaltitel, nun in Cornish, New Hampshire, gestorben. Der Fänger im Roggen blieb Salingers einziger Roman und die Geschichte des 16-jährigen Holden Caulfield brachte ihm Weltruhm. Der rebellische Schulabbrecher Caulfield spiegelte damals das Empfinden vieler junger Menschen wider, das Buch wurde in mehr als dreißig Sprachen übersetzt, auch auf Deutsch erschien es 1954. Eine Verfilmung hätte da nahegelegen, doch Salinger erlaubte es keinem, sein Werk auf die Leinwand zu bannen. So konsequent war er auch in anderen Dingen, so veröffentlichte er seine letzte von insgesamt fünfunddreißig Kurzgeschichten 1965 im Magazin New Yorker. In einem Interview mit dem Boston Sunday Globe versicherte er jedoch, das Schreiben nach wie vor zu lieben und es auch auszuüben, aber eben nur für sich alleine. Es war dies sein letztes Interview und gegeben hatte er es 1980, aber schon lange zuvor hatte sich Salinger zurückgezogen und die Öffentlichkeit erfuhr kaum mehr etwas über ihn.
Geboren wurde der Schriftsteller in New York als Sohn eines jüdischen Kaufmanns und einer irisch-schottischen Mutter, die mit der Ehe zum Judentum konvertiert war. Als Student veröffentlichte Salinger seine erste Kurzgeschichte, 1942 trat er in die US-Army ein und nahm an mehreren Feldzügen in Frankreich teil. Er war mehrmals verheiratet, ein paar seiner Briefe an eine ehemalige Geliebte erzielten bei einer Versteigerung 1999 einen Preis von 150 000 Dollar. Grund dafür war wohl auch, dass Salinger durch sein zurückgezogenes Leben zum Mysterium geworden war. Vergessen wurde er trotz seines Rückzugs ins Private nie, er gilt bis heute als einer der größten US-amerikanischen Schriftsteller der Nachkriegszeit.    

28. Januar 2010

 

Herta Müller nimmt in Stockholm den Nobelpreis entgegen

Aus der Hand von König Karl XVI. Gustav nahm Herta Müller heute in Stockholm den Literaturnobelpreis entgegen. Literaturwissenschaftler Anders Olsson sagte in seiner Laudatio Herta Müller habe “gegen die provinzielle Unterdrückung und den politischen Terror” Widerstand geleistet. “Für den künstlerischen Gehalt dieses Widerstands” habe sie den Nobelpreis verdient. Die 56-jährige verarbeitet häufig autobiografische Erfahrungen in ihren Werken, zuletzt in ihrem Roman Atemschaukel. 1987 siedelte sie aus Rumänien in die Bundesrepublik Deutschland über. Bereits am Montag hatte Herta Müller die traditionelle Nobel-Lesung gehalten.

10. Dezember 2009

 

Sieger Littell

Sein Roman Die Wohlgesinnten sei in Teilen das Werk eines Genies, meinte die Jury der Zeitschrift Literary Review, aber für die Sex-Szenen hatte sie nichts übrig, weshalb sie dem Autor den diesjährigen Bad Sex Award verlieh. Der Award wurde 1993 vom damaligen Chef der Zeitschrift ins Leben gerufen, weil er auf “krude” und “überflüssige” Sexszenen aufmerksam machen wollte. Allzu ernst nimmt man die Sache aber nicht und so ließ man auch dieses Jahr verlauten, man hoffe, Littell nehme es mit Humor.

1. Dezember 2009

 

Bad Sex Award

Es gibt Preise, die will eigentlich keiner wirklich haben: Als John Updike vor einigen Jahren den Bad Sex Award für sein Lebenswerk bekam, übermannte ihn kurzfristig eine solch schwere Grippe, dass er die Ehrung weder persönlich entgegennehmen noch ein Grußwort übermitteln konnte. Nun wurden die zehn Nominierten für das Jahr 2009 bekanntgegeben und auch dieses Jahr finden sich wieder große Namen unter den Nominierten:

  • John Banville: The Infinities
  • Nick Cave: The Death of Bunny Munro
  • Jonathan Littell: The Kindly Ones
  • Richard Milward: Ten Storey Love Song
  • Sanjida O'Connell: The Naked Name of Love
  • Amos Oz: Rhyming Life and Death
  • Anthony Quinn: The Rescue Man
  • Philip Roth: The Humbling
  • Paul Theroux: A Dead Hand
  • Simon Van Booy: Love Begins in Winter

Favoriten sollen angeblich Nick Cave und Philip Roth sein. Ob der diesjährige Gewinner den Preis persönlich entgegen nimmt wird sich zeigen, zur Not gibt’s ja die Schweinegrippe.

21. November 2009

 

Longlist, Shortlist, Hotlist

Nun steht sie fest, die Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2009. Am Mittwoch gab der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt die sechs Finalisten bekannt. Auf der Shortlist stehen:

  • Rainer Merkel: Lichtjahre entfernt
  • Herta Müller: Atemschaukel
  • Norbert Scheuer: Überm Rauschen
  • Kathrin Schmidt: Du stirbst nicht
  • Clemens J. Setz: Die Frequenzen
  • Stefan Thome: Grenzgang

Der mit 25 000 Euro dortierte Deutsche Buchpreis wird seit 2005 am Tag vor der Eröffnung der Buchmesse im Frankfurter Römer verliehen. Die Preisträger der vergangenen Jahre waren Arno Geiger mit Es geht uns gut, Katharina Hacker mit Die Habenichtse, Julia Franck mit ihrem Roman Die Mittagsfrau und Uwe Tellkamp, der den Preis für seinen Roman Der Turm erhielt. Die sechs diesjährigen Finalisten blieben nach einem langen Auswahlprozess übrig. Jeder deutschsprachige Verlag darf zwei Romane aus seinem aktuellen Programm einreichen und zusätzlich bis zu fünf weitere Titel unverbindlich vorschlagen. Aus dieser Vorschlagsliste können die sieben Jury-Mitglieder, unter ihnen Iris Radisch von der Zeit, Lothar Müller von der Süddeutschen Zeitung und der freie Literaturkritiker Martin Lüdke, der früher die SWR-Sendung Literatur im Foyer moderierte, weitere Titel benennen. So kamen gut 150 Romane zusammen aus denen die Jury 20 Titel auswählte, die sie auf der Longlist vom 19. August präsentierte und aus der nun die sechs Verbliebenen ausgewählt wurden. Folgende Titel enthielt die Longlist:

  • Sibylle Berg: Der Mann schläft, Hanser, August 2009
  • Mirko Bonné: Wie wir verschwinden, Schöffling & Co., Februar 2009
  • Thomas Glavinic: Das Leben der Wünsche, Hanser, August 2009
  • Wolf Haas: Der Brenner und der liebe Gott, Hoffmann und Campe, August 2009
  • Ernst-Wilhlem Händler: Welt aus Glas, Frankfurter Verlagsanstalt, September 2009
  • Anna-Katharina Hahn: Kürzere Tage, Suhrkamp, März 2009
  • Reinhard Jirgl: Die Stille, Hanser, März 2009
  • Brigitte Kronauer: Zwei schwarze Jäger, Klett-Cotta, August 2009
  • Rainer Merkel: Lichtjahre entfernt, S. Fischer, März 2009
  • Therézia Mora: Der einzige Mann auf dem Kontinent, Luchterhand, August 2009
  • Herta Müller: Atemschaukel, Hanser, August 2009
  • Angelika Overath: Flughafenschiffe, Luchterhand, Mai 2009
  • Norbert Scheuer: Überm Rauschen, C. H. Beck, Juni 2009
  • Kathrin Schmidt: Du stirbst nicht, Kiepenheuer & Witsch, Februar 2009
  • Clemens J. Setz: Die Frequenzen, Residenz, Februar 2009
  • Peter Stamm: Sieben Jahre, S. Fischer, August 2009
  • Thomas Stangl: Was kommt, Droschl, Januar 2009
  • Stephan Thome: Grenzgang, Suhrkamp, August 2009 
  • David Wagner: Vier Äpfel, Rowohlt, September, 2009
  • Norbert Zähringer: Einer von vielen, Rowohlt, Juli 2009

Weil sich die Independent-Verlage unterrepräsentiert fühlten gaben sie dieses Jahr ihre eigene Liste heraus, nämlich die Hotlist:

  • Hans Adler: Das Städtchen, Lilienfeld Verlag, August 2009 (erstmals erschienen 1926)
  • Barbara Bongartz: Perlensamt, weissbooks, August 2009
  • Michel Butor: Der Zeitplan, Matthes & Seitz, Oktober 2009 (erstmals erschienen 1956)
  • Gion Mathias Cavelty: Die Andouillette, Echtzeit Verlag, April 2009
  • Leonid Dobycin: Die Stadt N., Friedenauer Presse, Oktober 2009 (erstmals erschienen 1935)
  • Daniel Goetsch: Herz aus Sand, Bilger Verlag, März 2009
  • Germar Grimsen: Almatastr., Verbrecher Verlag, Juni 2009
  • Jan Kossdorff: Sunnyboys, Milena Verlag, März 2009
  • Margret Kreidl: Eine Schwalbe falten, Edition Korrespondenzen, September 2009
  • Martin Kubaczek: Sorge. Ein Traum, Folio Verlag, September 2009
  • Jan Off: Unzucht, Ventil Verlag, März 2009
  • David Peace: Tokio im Jahr Null, Liebeskind, August 2009
  • Joel Rosenmann, John Roberts und Robert Pilpel: Making Woodstock, Orange Press, April 2009
  • Alexander Schimmelbusch: Blut im Wasser, Blumenbar Verlag, August 2009
  • Ulrich: Schlotmann: Die Freuden der Jagd, Urs Engeler, September 2009
  • Jochen Schmidt: Schmidt liest Proust, Verlag Voland & Quist, Oktober 2008
  • Michael Weins: Delfinarium, mairisch Verlag, April 2009
  • Chantal Wicki: Gleissen, Salis Verlag, März 2009
  • Benjamin Tienti: Raubvogel, Luftschacht, August 2009
  • Uljana Wolf: falsche freunde, Kookbooks, August 2009

Einen Preis können die Autoren auf der Hotlist ebenfalls gewinnen, nämlich den mit 5000 Euro dotierten Hotlist-Publikumspreis, der erstmals am 16. Oktober verliehen wird. Wer mitwählen will findet auf der Seite www.hotlist2009.de nähere Informationen. Auch zum Deutschen Buchpreis ist mehr zu erfahren unter www.deutscher-buchpreis.de.

17. September 2009

 

Turbulentes Buchmesse-Symposium

Das Symposium “China und die Welt - Wahrnehmung und Wirklichkeit” im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse am Wochenende in Frankfurt nahm einen turbulenten Verlauf. Als die beiden doch angereisten Schriftsteller Dai Qing und Bei Ling am Samstag ein Statement abgaben, verließ die chinesische Delegation den Saal. Buchmesse-Direktor Jürgen Boos entschuldigte sich daraufhin bei ihnen und erreicht damit, dass sie weiter an der Veranstaltung teilnahmen. In der Abschlussdiskussion am Sonntag mahnte Dai Qing ein Gesetz an, das ihr ermögliche ihre Bücher in China frei zu veröffentlichen. Die chinesische Abordnung und der an der Diskussion teilnehmende Schriftsteller Mo Yan äußerten sich dazu jedoch nicht.

13. September 2009

 

Dai Qing kommt doch

Die Einladung Chinas als Ehrengast bereitet der Frankfurter Buchmesse zunehmend Schwierigkeiten. Mittlerweile wurde bekannt, dass auch der Schriftsteller Bei Ling auf Druck Chinas von dem am 12. und 13. September stattfindenden Symposium “China und die Welt - Wahrnehmung und Wirklichkeit” im Frankfurter Institut Cervantes ausgeladen wurde. Zwar bot Peter Ripken, Organisator der Buchmesse, Bei Ling an ersatzweise auf einer Veranstaltung zur Meinungsfreiheit in China am ersten Tag der Buchmesse zu reden, doch was das Symposium im Vorfeld betrifft haben die Messe-Veranstalter nachgegeben. Dai Qing dagegen kommt nun doch, allerdings auf Einladung des deutschen PEN-Zentrums. Das Auswärtige Amt begrüßte diese Einladung.
Die Frankfurter Buchmesse findet vom Mittwoch, 14. bis Sonntag, 18. Oktober statt. Das Symposium gehört zu einer Reihe von begleitenden Veranstaltungen der Messe. Die beiden Schriftsteller waren zu der Veranstaltung lediglich als Gäste, nicht als Redner eingeladen, die chinesischen Organisatoren drohten jedoch damit fernzubleiben, sollten Dai Qing und Bei Ling zu Gast sein. Bei Ling ist Mitbegründer des unabhängigen chinesischen PEN-Zentrums und lebt mittlerweile in den USA.

11. September 2009

 

China setzt sich durch

“China und die Welt - Wahrnehmung und Wirklichkeit” heißt das Symposium, das vom 12. bis 13. September im Frankfurter Institut Cervantes stattfindet und sich mit dem diesjährigen Ehrengast der Buchmesse beschäftigt. Eingeladen war auch die Autorin Dai Qing die in China Publikationsverbot hat. Nun wurde sie wieder ausgeladen, denn China verhinderte mit massivem Druck auf die Veranstalter, dass die 68-jährige auftreten darf.

Eigentlich wollten die Buchmesse, das chinesische Organisationskomitee und das deutsche PEN-Zentrum als Kooperationspartner die Diskussion gemeinsam ausrichten, doch dann erklärten die Chinesen, wenn Dai Qing auftrete, zöge sich die chinesische Delegation zurück und die Veranstalter leisteten Folge. Dai Qing wurde gebeten fernzubleiben und doch stattdessen im Oktober zur Buchmesse zu kommen. Nun will wohl keiner so recht verantwortlich sein, denn vor allem für den PEN ist die Sache peinlich, da die Organisation sich auch als “Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller” bezeichnet. 
Jedes Jahr stellt die Buchmesse ein Land oder eine Literaturregion in den Mittelpunkt der Veranstaltung, dieses Jahr ist China an der Reihe nachdem man etwa zehn Jahre über einen Buchmesse-Auftritt des Landes verhandelt hatte. Grund für die lange Verhandlungsphase war wohl damals schon unter anderem die Frage, ob die Chinesen Einfluss darauf haben welche Schriftsteller die Veranstalter zur Buchmesse einladen. Man einigte sich darauf, dass der Ehrengast hier nicht mitentscheidet, so ist es auch möglich, dass die Autorin zur Buchmesse selbst dennoch anreist. Dai Qing ist nicht nur Schriftstellerin sondern auch Journalistin und wurde vor allem wegen ihrer Kritik am Drei-Schluchten-Staudamm bekannt.

10. September 2009

 

west.art Bücher mit Westermann

west.art heißt ein Kulturformat im WDR. Immer dienstags um halb elf Uhr abends berichtet der WDR über kulturelles. Ab 6. Oktober 2009 ist ein Dienstag im Monat nun jeweils der Literatur vorbehalten: west.art Bücher wird die neue Sendung mit Gastgeberin Christine Westermann heißen.

Als regelmäßigen Gast empfängt die Zimmer-frei-Moderatorin Werner Köhler, Buchautor und Leiter des internationalen Literaturfestes lit.cologne. Mit kontroversen Diskussionen ist offenbar nicht zu rechnen: Westermann und Köhler wollen jeweils nur Bücher präsentieren die ihnen richtig gut gefallen haben. In jeder Sendung wird auch ein prominenter Gast sein Lieblingsbuch, egal ob Klassiker oder Neuerscheinung, vorstellen. Folge zwei und drei der Sendung werden voraussichtlich am 10. November und am 15. Dezember 2009 ausgestrahlt.

                              3. September 2009

 

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