Zitate der Woche
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Zitate der Woche

 

Es wäre still im Wald, wenn nur die begabtesten Vögel sängen.

Aus dem Roman Im November blüht kein Raps von Silke Knäpper, erschienen 2012 im Klöpfer & Meyer Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 32/2012, vom 6. bis 12. August)

Ihr Mann und die drei Kinder standen, aufgereiht wie die Orgelpfeifen und strahlend wie ein Pfund Plutonium am Gartenzaun, dessen moderner Optik man ansah, dass das Haus dahinter einem erfolgreichen Architektenpaar gehörte.

Aus dem Kriminalroman Marathonmord von Klaus Eckardt, erschienen 2011 im Silberburg Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 31/2012, vom 30. Juli bis 5. August)

Was wäre diese Republik
für eine Elendsstätte,
wenn unser deutsches Vaterland
nur seine Deutschen hätte?

Aus dem Gedicht Multikultur, abgedruckt in Feierabendgedichte von Jörn Heller, erschienen 2000 im Jörn Heller Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 30/2012, vom 23. bis 29. Juli)

Ulm ist die Stadt der sieben Berge. Und sie ist die einzige Stadt in Deutschland, in der es einen Eselsberg und einen Kuhberg gibt.

Aus Tödliche Machenschaften von Walter G. Pfaus, erschienen 2008 im Emons Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 29/2012, vom 16. bis 22. Juli)

Es muss einen Schöpfer geben, aber wir werden ihn nie verstehen, auch Stephen Hawking nicht!

Aus Nachtwanderer von Manfred Enderle, erschienen 2006 im Gmeiner Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 28/2012, vom 9. bis 15. Juli)

Warum ich damals ausgerechnet Buchhändler werden wollte, weiß ich nicht mehr genau. Es muss wohl ein innerer Impuls gewesen sein: der Beruf des Buchhändlers als der einzig erträgliche überhaupt.

Aus Die Zukunft war schön von Manfred Eichhorn, erschienen 2003 im Silberburg Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 27/2012, vom 2. bis 8. Juli)

Mit der Geburt beginnt das Sterben,
das heißt: man stirbt den ganzen Tag
und ringsherum sind lauter Erben
von denen man nicht jeden mag.

Aus dem Gedicht Vom Sterben von Leo Leuze, abgedruckt in dem Gedichtband Gedichte aus dem Ulmer Winkel, erschienen 2010 im Gerhard Hess Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 26/2012, vom 25. Juni bis 1. Juli)

Überraschung ja Überraschung
zu gerne wäre ich mal überrascht
positiv natürlich denn Schlecht-
Überraschendes kommt schon genug.

Aus dem Gedicht Überraschung, abgedruckt in dem Gedichtband Die langen Ruder von Jörg Neugebauer, erschienen 2007 im Wiesenburg Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 25/2012, vom 18. bis 24. Juni)

Nachts um drei an leerer Straße
vor der roten Ampel stehn,
niemals, wo ein Fußweg ist, stattdessen auf dem Rasen gehn.

Aus dem Gedicht Deutsche Leitkultur I, abgedruckt in Feierabendgedichte von Jörn Heller, erschienen 2000 im Jörn Heller Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 24/2012, vom 11. bis 17. Juni)

Es waren wieder mal zu viele Leute unterwegs. Und wieder waren eine Menge Lahmärsche dabei. Endlich erreichte ich den Münsterplatz.

Aus dem Kriminalroman Tödliche Machenschaften von Walter G. Pfaus, erschienen 2008 im Emons Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 23/2012, vom 4. bis 10. Juni)

Ich war spät dran. Im Eilschritt hetzte ich über den Münsterplatz, dann durch die Hirschstraße. Natürlich waren wieder Tausende von Leuten unterwegs. Und wie immer gab es jede Menge Lahmärsche, die trödelten und einfach nicht vorankamen.

Aus dem Kriminalroman Tödliche Machenschaften von Walter G. Pfaus, erschienen 2008 im Emons Verlag

(Zitat in der Kalenderwoche 22/2012, vom 28. Mai bis 3. Juni)

Mein schwarzer langer Rock schwang mit meiner Freude auf einen Klavierabend mit Kompositionen von Janácek die Treppen hinauf...

Aus der Kurzgeschichte Treppenaufgang von Christine Langer, abgedruckt in ihrem gleichnamigen Buch, erschienen 2000 im Gerhard Hess Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 21/2012, vom 21. bis 27. Mai)

Ulmer Geld wurde nicht allein von Männern, sondern gleichermaßen von Frauen erwirtschaftet.

Aus dem Buch Verwehte Spuren - Frauen in der Stadtgeschichte von Ilse Schulz, erschienen in 2. Auflage 2005 in der Süddeutschen Verlagsgesellschaft.

(Zitat in der Kalenderwoche 20/2012, vom 14. bis 20. Mai)

Schönsein heißt so viel wie die Lust am Schauen
Als hätte man ausgebreitete Flügel

Aus dem Gedicht Neun Arten Grün von Christine Langer, abgedruckt im Band Findelgesichter, erschienen 2010 im Klöpfer & Meyer Verlag.

(Zitat in den Kalenderwochen 18/2012 und 19/2012, vom 30. April bis 13. Mai)

Es ist müßig, in der Donaustadt nach typisch ulmischen Festivitäten zu fragen. Sie sind, wie überall auf der Welt, unverkennbar da, denn der Ulmer ist nicht besser oder schlechter dran, wenn’s ans Feiern geht.

Aus Ulma - Ulm - Ulmensis von Albert Schmid, erschienen 1993 im Säntis-Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 17/2012, vom 23. bis 29. April)

Unsere Schwertzungen waren gespitzt und chilischarf und so schossen wir weiter unsere verbalen Waffen ab.

Aus der Kurzgeschichte Alles wird anders von Elvira Lauscher, abgedruckt im Band 100 % Schokolade, erschienen 2008 bei Stories & Friends.

(Zitat in der Kalenderwoche 16/2012, vom 16. bis 22. April)

Stadt ist vor allem Wandel.

Aus dem Vorwort des Buches Einst und Jetzt // Ulm von Hans-Uli Thierer, Henning Petershagen und Thomas Vogel, erschienen 2011 in der Edition Südwest Presse.

(Zitat in der Kalenderwoche 15/2012, vom 9. bis 15. April)

Arm ist, wer kein frisches Geld
stets in seinen Händen hält.
Arm ist auch, wer keine Zeit
für die Muße hält bereit.

Aus dem Gedicht Arm und reich von Leo Leuze, abgedruckt in Gedichte aus dem Ulmer Winkel, erschienen 2010 im Gerhard Hess Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 14/2012, vom 2. bis 8. April)

Es wird ein wunderbarer Frühling sein.

Aus dem Gedicht Versprechen, abgedruckt in Adi Hübels gleichnamigem Lyrikband, erschienen 2010 im Wiesenburg Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 13/2012, vom 26. März bis 1. April)

Seindt des Albrecht Baldingers zwo töchteren, tochterman und Regina Ehinger, mein nachbarin, vor neun uhr in einem weissen grossen schlitten gefahren und darin zusammen geschrien wie die unsinnigen. Auch selber, als die Ehingerin austiegen sehr laut geschiren: Huorenführer, hourenführer! 

Aus Stefan Langs Buch Stadtherren Gutsbesitzer und Mäzene. Die Patrizier der Reichsstadt Ulm, erschienen 2011 in der Süddeutschen Verlagsgesellschaft.
(Lang zitiert aus dem Tagebuch des Ulmer Ratskonsulenten Dr. Johann Georg Fries)

(Zitat in der Kalenderwoche 12/2012, vom 19. bis 25. März)

In einer Sekunde
ist alles aus
der Mode geraten
Lyrik zum Beispiel
interessiert keine
Sau. 

Aus dem Gedicht Up tu Date von Marco Kerler, abgedruckt in Gedichte aus dem Ulmer Winkel, erschienen 2010 im Gehard Hess Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 11/2012, vom 12. bis 18. März)

Der Eitle ist sehr leicht zu kränken,
die Wahrheit schafft ihm bittre Pein.
Es ärgert ihn wenn andre denken,
er selbst sei fehlerhaft und klein. 

Aus dem Gedicht Die Kränkung von Leo Leuze, abgedruckt in Gedichte aus dem Ulmer Winkel, erschienen 2010 im Gehard Hess Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 10/2012, vom 5. bis 11. März)

Liebe das Wort wenn es sich dir ergibt
Ehre den Gedanken der in ihm steckt. 

Aus dem Gedicht Nimm jetzt Fahrt auf, abgedruckt im Buch Die Zeit vielleicht von Dietmar H. Herzog, erschienen 2011 im Gehard Hess Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 9/2012, vom 27. Februar bis 4. März)

Aber du weißt ja selbst: Solche Bezeichnungen wie “Der Höchste”, “Das Beste”, “Die Schönste”, “Der Schnellste” allein machen nicht glücklich. Im Leben zählen andere Werte - wie zum Beispiel: Freunde haben, vertrauen können oder zuverlässig sein. 

Aus dem Buch Zeitreise durch das Ulmer Münster von Tabea Frey und Gabriela Gohl, erschienen 2011 in der Süddeutschen Verlagsgesellschaft.

(Zitat in der Kalenderwoche 8/2012, vom 20. bis 26. Februar)

Man brachte nicht einfach ein Prinzenpaar um. Das war, als brächte man den Weihnachtsmann um oder Herrn Kaiser von der Hamburg-Mannheimer.

Aus dem Roman Die Maske der Moretta von Manfred Eichhorn, erschienen 2010 im Silberburg Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 7/2012, vom 13. bis 19. Februar)

Der Wald mit seinen wehrlosen Pflanzen beruhigte ihn und stimmte ihn versöhnlich, und der Duft der sattgrünen Fichten erinnerte ihn an heiße Bäder im eiskalten Winter.

Aus dem Roman Nachtwanderer von Manfred Enderle, erschienen 2006 im Gmeiner Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 6/2012, vom 6. bis 12. Februar)

Sophie las alles, fast alles im Bett. Stendhal, Musset, Vigny, vor allem das neunzehnte. Jahrhundert hatte es ihr angetan.

Aus dem Roman Kopf und Körper von Jörg Neugebauer, erschienen 2005 im Demand Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 5/2012, vom 30. Januar bis 5. Februar)

Venedig ist ja nicht irgendwas.
Es ist ein silbern umsäumtes Tableau.

Aus dem Gedicht Irgendwer, abgedruckt in Adi Hübels Gedichtband Versprechen, erschienen 2010 im Wiesenburg Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 4/2012, vom 23. bis 29. Januar)

Erstaunt blickte er nach oben. Der gespaltene Baum stand voller Blüten. Mitten im Winter!

Aus der Kurzgeschichte Der alte Mann unter dem Apfelbaum von Elvira Lauscher, abgedruckt in Drachenstarker Feenzauber, erschienen 2007 im Wurdack Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 3/2012, vom 16. bis 22. Januar)

Ich wünsch mir
eine Welt, die mit mir denkt
und
mir viel Vertrauen schenkt

Aus dem Gedicht Ich wünsch mir, abgedruckt im Gedichtband Die Zeit vielleicht von Dietmar H. Herzog, erschienen 2011 im Gerhard Hess Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 2/2012, vom 9. bis 15. Januar)

Da er aber ansonsten ein zwar etwas stiller, aber sehr zuverlässiger und obendrein gutaussehender junger Mann war, erklärte sich Ina Jeans Wortkargheit eben mit seinem Künstlertum. Und Künstler seien wohl nun mal besondere Menschen.

Aus dem Roman Kopf und Körper von Jörg Neugebauer, erschienen 2005 im demand Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 1/2012, vom 2. bis 8. Januar)

Aus dem Spinner wurde langsam ein Pionier. Zögerlich sprach sich herum, dass der Flugapparat des Albrecht Ludwig Berblinger besser war als die Konstruktion des genialen Leonardo da Vinci.

Aus dem Roman Fallwind von Johannes Schweikle, erschienen 2011 im Klöpfer & Meyer Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 52/2011, vom 26. Dezember bis 1. Januar)

Meiner Mutter wollte ich bunte Wäscheklammern schenken. Sie sollten etwas Farbe in ihr Leben bringen.

Aus der Geschichte Der vierte König, abgedruckt in Manfred Eichhorns Die Zukunft war schön, erschienen 2003 im Silberburg Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 51/2011, vom 19. bis 25. Dezember)

“Molly ist meine Freundin”, sagt er. “Sie kommt von weit her, nämlich aus Bayern!”

(Molly kommt aus Neu-Ulm, die Geschichte spielt in Ulm)

Aus Kathrin Schulthess Lilli Langohr entdeckt Ulm, erschienen 2011 im Verlag Klemm + Oelschläger..

(Zitat in der Kalenderwoche 50/2011, vom 12. bis 18. Dezember)

Manchmal sitze ich mir selbst gegenüber und begreife nicht, wieso ich mich überhaupt engagiere hier.

Aus Peter Zweys Live aus dem Bauloch, erschienen 2002 im KSM Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 49/2011, vom 5. bis 11. Dezember)

Die über die Oberschenkel reichenden Kratzstrümpfe, noch im letzten Winter ein beliebtes Foltergerät meiner Mutter, gehörten jedenfalls der Vergangenheit an, so wie das Mittelalter oder die Zeit der Christenverfolgung.

Aus Manfreds Eichhorns Die Zukunft war schön, erschienen 2003 im Silberburg Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 48/2011, vom 28. November bis 4. Dezember)

“Ulm ist ein Nebelloch”, hatten die Kollegen sie schon in den ersten Tagen ihres Amtsantritts gewarnt.

Aus Adi Hübels Krimi Tod in Ulm, erschienen 2011 im Gerhard Hess Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 47/2011, vom 21. bis 27. November)

Sie blickte in den Spiegel und fand sich okay. Alter, dich krieg ich, dachte sie, dabei zwinkerte sie sich zu.

Aus Helmut Gotschys Kurzgeschichte June, abgedruckt in seinem Buch Storch, erschienen 2011 im Wiesenburg Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 46/2011, vom 14. bis 20. November)

Die Herren des Lichts, also die Kerzenmacher und Kerzenhändler, kamen zweimal im Jahr, im Januar vor Lichtmess und im Spätherbst.

Aus Siegfried Ruoss’ Buch Viel Fürsten gab’s und wenig Brot,, erschienen 2003 im Theiss Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 45/2011, vom 7. bis 13. November)

Der Mond ist hier der gleiche wie überall, ob bei Anna in Deutschland oder hier in der Ukraine am Schwarzen Meer.

Aus Michael Döhmanns Buch Annas Flaschenpost, erschienen 2010 im Verlag Klemm + Oelschläger.

(Zitat in der Kalenderwoche 44/2011, vom 31. Oktober bis 6. November)

Gerne verbrachten die Freunde ihre freien Tage in den umliegenden Pfarreien; hier waren sie der strengen klösterlichen Zucht für eine Weile enthoben, konnten sich endlich mal wieder an reich gedeckten Tischen sattessen und von ihrem “Klosterfraß” erholen - und es gab meist ein oder zwei liebliche Pfarrerstöchter, um derentwillen “der weiteste Fußmarsch, in größter Sommerhitze” lohnte.

Aus dem Porträt David Friedrich Strauß und Friedrich Theodor Vischer, beide klösterliche Stipendiaten in Blaubeuren, abgedruckt in Ulrike Brommers
... und Wasser trink ich oft dazu - Das private Leben der großen schwäbischen Dichter, erschienen in 2. Auflage 2000 im Bleicher Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 43/2011, vom 24. bis 30. Oktober)

“Irre!”, entfuhr es Leon, während er eine Aufnahme des Turms mit dem Westportal betrachtete. “Das Münster sieht ja fast so aus wie eine riesige Rakete!”

Aus Fabian Lenks Die Zeitdetektive: Gefahr am Ulmer Münster, erschienen 2010 im Ravensburger Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 42/2011, vom 17. bis 23. Oktober)

Ein bekannter Duft umhüllte ihn. Es war ein wunderschöner Duft, Blütenblätter-Kindheitsduft.

Aus Elvira Lauschers Kurzgeschichte Der alte Mann unter dem Apfelbaum, abgedruckt in Drachenstarker Feenzauber, erschienen 2007 im Wurdack Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 41/2011, vom 10. bis 16. Oktober)

Sie war eifersüchtig auf Verona mit ihrem nach Minze duftenden Meer, ihren verwegenen Vergleichen und ihrem Esprit, den sie versprühte wie ein wortgewaltiges Parfum.

Aus Diana Wiesers Brise blaugrün, abgedruckt in betörend! - Literarische Duftnoten, erschienen 2011 im Verlag Stories & Friends

(Zitat in der Kalenderwoche 40/2011, vom 3. bis 9. Oktober)

Ich bevorzugte die 10-Uhr-Kirche, weil man danach die Leute, die die 11-Uhr-Kirche noch vor sich hatten, bemitleiden konnte.

Aus Manfred Eichhorns Hennadepper oder: Als die Wachter Hedwig den Regenwurm schluckte, erschienen 2002 im Silberburg Verlag

(Zitat in der Kalenderwoche 39/2011, vom 26. September bis 2. Oktober)

Berndorf sah seinen Kollegen an. Eines von dessen Augen blickte zurück, als ob es Berndorfs Tauglichkeit zum Verzehr prüfen wollte.

Aus Ulrich Ritzels Kriminalroman Schwemmholz, erschienen 2002 im Libelle Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 38/2011, vom 19. bis 25. September)

Es ist mir ein Wildschwein am Wald vorkommen,
Vor dem hab ich Reißauß genommen,
Ich rannte sehr und schwitzet‘ baß,
Davon ward wohl mein Käpplein so naß.

(Traum der Schönen Lau: Der Abt des Klosters Blaubeuren küsst die Wirtin, die als Wasserfrau im Blautopf sitzt und wird vom Herrgott gefragt, warum sein Käpplein so naß sei)

Aus Eduard Mörikes Das Stuttgarter Hutzelmännlein, erschienen 1853

(Zitat in der Kalenderwoche 37/2011, vom 12. bis 18. September)

Die Söflinger waren ohnehin der Meinung, dass meine Schwägerin Elli es mit der Soraya und mein Bruder Hans es mit dem Schah Reza Pahlevi ohne weiteres aufnehmen könnten.

Aus Manfred Eichhorns Hennadepper oder: Als die Wachter Hedwig den Regenwurm schluckte, erschienen 2002 im Silberburg Verlag

(Zitat in der Kalenderwoche 36/2011, vom 5. bis 11. September)

He, du, was erzählst du denn da für Märchen? Das kann sich aber wirklich auch nur ein Spatzenhirn ausdenken.
(sagt der auf einem Strebepfeiler sitzende steinerne Matthias Böblinger zum Spatzen auf dem Münsterdach)

Aus Kathrin Schulthess Lilli Langohr entdeckt Ulm, erschienen 2011 im Verlag Klemm + Oelschläger.

(Zitat in der Kalenderwoche 35/2011, vom 29. August bis 4. September)

Wie oft hatte er seiner Mutter schon gesagt, dass er keine Gurken mag, aber irgendwie fand das grüne Teil immer wieder seinen Weg zwischen die Wurstscheiben. Wenn ihm Karolin eine Gurke anbieten würde, wäre das etwas anderes. Das wäre dann wahrscheinlich die leckerste Gewürzgurke des ganzen Universums.

Aus Michael Döhmanns Annas Flaschenpost, erschienen 2010 im Verlag Klemm + Oelschläger.

(Zitat in der Kalenderwoche 34/2011, vom 22. bis 28. August)

Irgendwann zwischen Büschen und kräftig-satten Fichtengruppen taucht das Münster auf. Wie eine feine, facettierte Nadelspitze.

Aus Otto Borsts Mein Land hat kleine Städte - Dreißig schwäbische Städteporträts, erschienen 1994 im Theiss Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 33/2011, vom 15. bis 21. August)

Aber es gab damals auch noch die kleinen Lädchen an der Ecke, wo für ein paar Pfennige eine Brause, eine Lakritzschnecke oder eine Gummischlange zu erwerben waren.

Aus Elvira Lauschers Kochbuch der 70er Jahre, erschienen 2010 im Wartberg Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 32/2011, vom 8. bis 14. August)

Die Dunkelheit lichtete sich und Berndorf trat vom alten Friedhof auf die Straße hinaus, die zu seiner Wohnung führte. Er freute sich auf ein warmes Bad. Auf einen Whisky. Und auf ein Ferngespräch.

Aus Ulrich Ritzels Kriminalroman Der Schatten des Schwans, erschienen 1999 im Libelle Verlag.

(Zitat in der Kalenderwoche 31/2011, vom 1. bis 7. August)

Die Nacht darauf, daß sich dies zugetragen, legte sich die schöne Lau getrost und wohlgemut, wie schon in langen Jahren nicht, im Grund des Blautopfs nieder, schlief gleich ein, und bald erschien ihr ein närrischer Traum.

Aus Eduard Mörikes Erzählung Das Stuttgarter Hutzelmännlein, erschienen 1853.

(Zitat in der Kalenderwoche 30/2011, vom 25. bis 31. Juli)

Wie oft hatte er sich in Tanzlokalen und Cafés herumgetrieben und nie war ihm eine Dichterenkelin, eine berühmte Musikertochter oder eine Koryphäe begegnet. Ein Stadtrat nach einem Theaterbesuch war das Allerhöchste.

Aus Manfred Enderles Roman Nachtwanderer, erschienen 2006 im Gmeiner Verlag

(Zitat in der Kalenderwoche 29/2011, vom 18. bis 24. Juli)

Nach einer Woche war die Luft bei uns dick wie mein Lieblingskakao im Lieblingscafé.

Aus der Kurzgeschichte Alles wird anders von Elvira Lauscher, abgedruckt in 100 % Schokolade, erschienen 2008 bei Stories & Friends 

(Zitat in der Kalenderwoche 28/2011, vom 11. bis 17. Juli)

Oder der Oberbürgermeister von Ulm. Wer das sei? So etwas müsse ich wissen.

Aus Joachim Zelters Roman Der Ministerpräsident, erschienen 2010 bei Klöpfer & Meyer.

(Zitat in der Kalenderwoche 27/2011, vom 4. bis 10. Juli)

Das Männlein wollte dafür aber auch eine Rede halten dürfen. Es selbst sei jetzt nämlich alt, sagte es, und alle anderen Gründungsmitglieder schon auf dem Friedhof, deshalb dürften jetzt auch die Jungen ran, aber zu seiner Zeit hätte es keine Ortsvereinsvorsitzende gegeben, nirgendwo im Gäu, doch das sei schon recht, nur die Wahlergebnisse, “die sin nümme des!”.

Aus Ulrich Ritzels Roman Beifang, erschienen 2009 im btb Verlag

(Zitat in der Kalenderwoche 26/2011, vom 27. Juni bis 3. Juli)

Er liebte den Duft der Heuwiesen, den er genüsslich in seine Nase sog, während er sich auf der warmtrockenen Unterlage wie eine Katze räkelte.

Aus Manfred Enderles Roman Nachtwanderer, erschienen 2006 im Gmeiner Verlag

(Zitat in der Kalenderwoche 25/2011, vom 20. bis 26. Juni)

Wer wollte schon einen toten Söflinger haben!? Nein, sie konnte sich überhaupt nicht denken, wer das sein könnte. Und wer den Mord begangen haben könnte, schon zweimal nicht. Söflinger waren doch keine Mörder!

Aus Adi Hübels Roman Tod in Ulm, erschienen im Gerhard Hess Verlag

(Zitat in der Kalenderwoche 24/2011, vom 13. bis 19. Juni)

♦ 

Ein mit Menschenliebe begabter Leser hat seine eigene Vernunft zum dollmetschen fremder Schriften; er weißt die Mängel zu bessern, die Fehler zu entschuldigen, und dem Guten zu liebe den Irrungen eine Amnestie zu gönnen.

Aus dem Vorwort Sebastian Sailers in Das Jubilierende Marchtall, erschienen 1995 als Neudruck im Anton H. Konrad Verlag

(Zitat in der Kalenderwoche 23/2011, vom 6. bis 12. Juni)

♦ 

Früher hatte sie nur mit den Schultern gezuckt, wenn jemand von der “großen Liebe” sprach. Jetzt war es das, was sie empfand. Und sie staunte darüber, dass es da war und sie betraf.

Aus Jörg Neugebauers Roman Kopf und Körper

(Zitat in der Kalenderwoche 22/2011, vom 30. Mai bis 5. Juni)

♦ 

Wehe, wenn ein Träumer scheitert. Das verzeihen ihm die Mutlosen nicht.

Passend zum Berblinger Festwochenende aus Johannes Schweikles Fallwind.

(Zitat in der Kalenderwoche 21/2011, vom 23. bis 29. Mai)

 

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